Schnellroda, du Sonniges! – Rückblick: #ShakeItUp am 21.04.2018

Antifaschistische Herzigkeit in Schnellroda

Am Samstag verbrachten wir ein paar (paar? gleich zehn!) wunderbar sonnige Stunden in Schnellroda, diesem kleinen Nestlein, in dem sich Götz Kubitschek samt Familie und rechtsradikalem Anhang zum Burgherren aufspielen will.

Das wunderfeine Festival Shake it up! Die Verhältnisse zum Tanzen bringen! hat genau diesen Mythos des schwarzen Ritters Götz ins Wanken gebracht – ein weiteres Mal, denn das Kollektiv “IfS dichtmachen” lässt die Rechten dort nicht in Ruhe.

Mit bester Musik, bestem Essen, Herzigkeiten und vor allem allerherzigster Solidarität – auch Richtung Ostritz – machten Antifaschist*innen deutlich, dass weder sich weder das Dorf noch sonst ein öffentlicher Raum in den Händen der Faschist*innen befindet. Eines der Highlights war die Demo durch den Ort: Vorbei an Kubitscheks Verlag und der Kneipe “Zum Schäfchen” (wo Götz gerüchteweise noch am selben Abend eine Einschleimrunde Bier für alle Anwesenden springen ließ, weil er sich seiner Sympathien so sicher und ihm der antifaschistische Protest so egal ist, hihi :D) ging es – die Banda Internationale vorneweg – tanzend durch Schnellroda. Und dabei haben wir uns vor allem über die vielen lächelnden Gesichter, nickenden Köpfe und tanzenden Füße außerhalb der Demo gefreut. ❤

Beutel der Antifaschistischen Herzigkeit und eine Regenbogenfahne hängen vor der untergehenden Sonne

"Soligrüße nach Ostritz" steht mit Kreide geschrieben auf der Straße, darüber ein gemaltes Einhorn

Die Demonstration steht mit zwei Transparenten auf der Zwischenkundgebung vor dem "Schäfchen"

Danke, dass ihr alle da wart, danke an Bands, Helfer*innen und natürlich ganz besonders die Organisator*innen. Es war uns ein Fest!

2 Kommentare bei „Schnellroda, du Sonniges! – Rückblick: #ShakeItUp am 21.04.2018“

  1. Ich habe mehrere Fragen, über deren Beantwortung ich Dir wirklich sehr verbunden wäre, herzigkeit161. Es ist nicht so, dass ich einem Lager zuzuordnen bin, aber ich habe die Demo zum Teil gesehen und würde deswegen folgende Fragen gern ehrlich beantwortet haben, weil ich denke, dass der obige Kurzartikel etwas vermittelt, das ich tatsächlich anders wahrnahm.

    1. Woher stammen die Gerüchte, dass Kubitschek noch eine Kneiprunde geschmissen hat? An dem Tag hat doch sowieso ein offzielle Bierverkostung im Schäfchen stattgefunden – insofern halte ich dieses Gerücht wirklich für wenig glaubwürdig.
    2. Wie viele nickende Köpfe wurden am Rande der Demo gezählt? Tanzende Füße wurden zumindest von der langzeitarbeitslosen Dorfalkoholikerin geschwungen, aber der Rest wirkt etwas überzeichnet, wenn ich das so sagen darf.
    3. In welchem Verhältnis steht der Mobilisierungs- und Investitionsaufwand mit dem letztendlich beabsichtigten Zweck, “die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen”? Es wirkte auf mich schon eher so, dass der Großteil der Anwesenden zum Orga-Team und den Bands zu zählen war, oder? Anders: Wie viele Demonstranten waren der Einladung aus dem Umland, das ja letztendlich auch über die Machenschaften des Ziegenritters aufgeklärt werden will, gefolgt, die weder dem Lager der Musikanten oder der Organisation zuzurechnen sind?
    4. Auf bento las ich etwas darüber, dass gewaltbereite Neonazis im Schäfchen gewesen sein sollen, die der Veranstaltung gegenüber Gewehr bei Fuß standen. Das ist tatsächlich völliger Unfug: das war die einmal im Quartal stattfindende Veranstaltung, die die Gemeinde organisiert – dieses Mal war es eben eine Bierverkostung. Da war nicht ein gewaltbereiter Neonazi anwesend. Letztliche Frage: Hast Du das ähnlich so wahrgenommen wie der bento-Journalist? Wenn ja, warum?
    5. Auf mich wirkte die abgeschottete Straße des Veranstaltungsortes durch den LKW/die Bühne auf den ersten Blick gesehen eher “isoliert”, weswegen ich auch nicht dorthin gekommen bin, daher die Frage: warum so versperrt, wenn man für etwas Richtiges einsteht?
    Ich empfand den Aufmarsch eher selbstgenügsam, für sich genommen also so, als würde man eine kurzzeitige Filterblase nach Schnellroda verlagern.

    Wenn Du das anders wahrgenommen hast, bitter erkläre mir – und ich meine das wirklich aufrichtig -, wie Du die komplette Veranstaltung erlebtest – ohne mir einen “gelungenen Tag” oder eine “erfolgreiche Veranstaltung” verkaufen zu wollen; die fand nämlich wirklich nicht statt, das wäre doch ernsthaft übertrieben.
    Liebe Grüße
    Rene

    • test

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